Unter dem Motto «Aufbruch. Gemeinsam. Jetzt!» fand am vergangenen Freitag im Hof zu Wil der 1. Unternehmeranlass und Mitgliederversammlung des Vereins WirtschaftsPortalOst statt. Die gewünschte Aufbruchstimmung war spürbar: Der Event, dem Bundesrätin Karin Keller-Sutter als Talkgast beiwohnte, stiess auf überaus positive Resonanz. Allein schon die Tatsache, dass der Gewölbekeller mit rund 180 Teilnehmenden bis auf den letzten Platz besetzt war, ist beachtlich. Schliesslich wurde der Verein erst Mitte Jahr gegründet und zählt dennoch schon über 160 Mitgliedunternehmen und -gemeinden.

«Die Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft sollte wieder verstärkt gelebt werden», fand Bundesrätin Karin Keller-Sutter am ersten Unternehmeranlass des WirtschaftsPortalOst (WPO) im von Tagblatt-Chefredaktor Stefan Schmid moderierten Gespräch.
Der vor gut fünf Monaten gegründete Verein WPO setzt genau dort an und schafft eine regionale Plattform für den Austausch zwischen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie den politischen Gemeinden. Das Ziel sind verbesserte Rahmenbedingungen und eine starke Standortmarke für die kantonsübergreifende Lebens- und Arbeitsregion rund um Wil.
«Der Austausch zwischen Wirtschaft und Politik ist in unserem direktdemokratischen System entscheidend», befand die Magistratin. Das Vertrauen in die Wirtschaft sei deshalb wieder zu stärken. Das könne auf regionaler Ebene mit einer Organisation wie WPO gelingen, da nebst grossen Unternehmen auch KMU und kleine Gewerbebetriebe angeschlossen seien.

Mit starken Persönlichkeiten breit verankert

Angesichts des grossen Aufmarsches am ersten WPO-Unternehmeranlass, der gleichzeitig die erste Mitgliederversammlung war, traf das Veranstaltungsmotto «Aufbruch. Gemeinsam. Jetzt!» die im Saal spürbare Aufbruchstimmung. WPO-Präsident Hansjörg Brunner zeigte sich bei seiner Begrüssung jedenfalls beeindruckt vom mit 180 Teilnehmenden bis auf den letzten Platz besetzten Gewölbekeller im Hof zu Wil: «Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Verein so kurz nach seiner Gründung bereits so viele Mitglieder begrüssen darf.»
Die statutarischen Geschäfte waren rasch erledigt: Die anwesenden WPO-Mitglieder hatten zwölf Delegierte zu wählen – je sechs starke Persönlichkeiten aus der Wirtschaft und aus den Mitgliedgemeinden. Die Wahl der Delegierten erfolgte einstimmig (siehe Kasten).

Bereits über 160 Mitglieder

WPO-Geschäftsführer und Standortförderer Robert Stadler stellte kurz die strategischen Leitlinien und Handlungsziele der ersten Strategieperiode bis 2022 vor. Er zeigte auf, in welchen Bereichen bereits erste Teilziele erreicht wurden. «In den ersten fünf Monaten des WirtschaftsPortalOst standen die Bekanntmachung der neuen Standortmarke durch eine Imagekampagne und viele persönliche Kontakte sowie der Aufbau des Mitgliedernetzwerkes im Zentrum», erklärt Stadler. So konnte WPO in der kurzen Zeit seit der Gründung bereits über 160 Mitglieder gewinnen. «Damit sind wir auf bestem Weg, unser gesetztes Ziel als grösstes regionales Netzwerk für Politik und Wirtschaft zu erreichen.»

Regionale Gesamtinteressen vertreten

Dass das Programm des ersten WPO-Anlasses abwechslungs- und temporeich blieb, war auch dem Einsatz innovativer Veranstaltungselemente zu verdanken. So konnten die Mitglieder mittels Online-Voting während des Anlasses ihre Meinung zu WPO kundtun. Bei der Frage, wo der grösste Nutzen von WPO liegt, zeigte sich ein ausgewogenes Bild. Besonders häufig genannt wurde, dass das regionale Denken gestärkt werden soll. «Wir müssen das Gärtchendenken überwinden und die regionalen Gesamtinteressen in den Vordergrund rücken», fand Robert Stadler. Die zweite Frage drehte sich um die Projekte und Themen, denen sich WPO annehmen soll. Hier erreichten drei Themen die meisten Stimmen: der Kampf gegen den Fachkkräftemangel (Brain Drain), Leuchtturmprojekte in die Region bringen oder die Frage, wie Wissen in der Region gesichert werden kann.

Präsenz markieren

Ein weiteres innovatives Element war eine Live-Videoschaltung an eine Aussenstelle. Direkt aus der Firma Reklame-Technik in Wil wurde die Enthüllung der ersten WPO-Werbestele in den Gewölbekeller übertragen. Wie Guido Grütter (Gemeindepräsident von Münchwilen und Präsident der Regio Wil) erklärte, soll die Marke WirtschaftsPortalOst zur starken Standortmarke werden, die das regionale Selbstbewusstsein stärkt. Gelingen soll dies unter anderem mit WPO-Stelen, die in den kommenden Monaten und Jahren in der ganzen Region aufgestellt werden.
Beim abschliessenden Apéro nutzten die zahlreichen Mitglieder die Gelegenheit, sich rege über aktuelle Themen zu unterhalten und sich über die Kantons- und Branchengrenzen auszutauschen.

Starke Persönlichkeiten als WPO-Delegierte

Die WPO-Delegiertenversammlung besteht aus je sechs Vertreterinnen und Vertretern aus der Wirtschaft sowie den Mitgliedgemeinden. Den Mitgliedern wurden ausgewiesene und starke Persönlichkeiten zur Wahl gestellt. Als Delegierte gewählt wurden:

  • Albert Baumann (Leiter Micarna, Bazenheid)
  • Thomas De Martin (CEO De Martin AG, Wängi)
  • Silvia Mäder (Verwaltungsrätin Mäder AG, Oberwangen)
  • Oliver Wulkan (Geschäftsführer ALDI Suisse AG, Schwarzenbach)
  • Joachim Zappe (Geschäftsführer Stihl Kettenwerk GmbH & Co KG Wil)
  • Pirmin Helbling (Vorsitzender GL Kindlimann AG, Wil)
  • Susanne Hartmann (Stadtpräsidentin Wil)
  • Kurt Baumann (Gemeindepräsident Sirnach)
  • René Bosshart (Gemeindepräsident Fischingen)
  • Stefan Frei (Gemeindepräsident Jonschwil)
  • Lucas Keel (Gemeindepräsident Uzwil)
  • Matthias Küng (Gemeindepräsident Aadorf)